Voodoo - Ifa - "Naturvölkerarbeiten"

 

Wenn wir das Wort Voodoo ( siehe Film "Über Grenzen gehen") hören, dann verbinden wir diesen Begriff mit unheimlichen magischen Praktiken verschiedener afrikanischer Kulturen. Unter dem Begriff "Ifa", der bei uns kaum bekannt ist, verbirgt sich ein Kult des Stammes der Joruba, der im Gebiet Nigerias, in Westafrika, praktiziert wird. In dieser jahrtausende alten Religion werden die "Orischa" als Kräfte der verschiedenen Aspekte der Natur angerufen und um Hilfe gebeten. Diesen "Orischa" (oder Naturgottheiten - wir würden Engel sagen) werden auch Rituale gewidmet und Opfer dargebracht, um bestimmte Ziele zu erreichen. Während unserer Ausbildung der Medialität wenden wir teilweise auch Techniken dieser Religion, die sich hervorragend als trancefördernd erwiesen haben, an.

Die Techniken des afrikanischen Trance-Tanzes sind heute bis in die modernsten Discotheken bekannt und begünstigen das "aus sich Herausgehenkönnen" und den Stressabbau unserer kulturüberforderten Jugend.
Was sonst, als - aus sich herausgehen - ermöglicht es erst, dass eine andere Energie oder Wesenheit von einem Medium Besitz ergreifen kann, wie bei den Priestern und Medizinmännern der Völker, die immer noch naturverbundener leben als die so genannten "Kulturnationen".
Wer kann sich in unserem Alltagsleben heute noch "gehen lassen", "aus sich herausgehen", "loslassen"? Unsere Jugend nimmt sich diese Freiheit manchmal in ihrer Freizeit und vermag so wenigstens in der Disco für kurze Zeit ihre Spannungen abzubauen und abzuschütteln, - eben zu entspannen - und das ist einfach gesund!
So wie wir mit unseren Lichtführern, Engeln, Wesenheiten und Kräften aus der Mentalebene nach den Methoden von Johannes Greber, Allan Kardec, Karl Weinfurter und Franz Bardon zusammenarbeiten, bitten wir regelmäßig auch unsere Mitarbeiter aus den Naturvölkern um ihre Gegenwart und Hilfe. Mit wem wir es hierbei zu tun haben ist einigen vielleicht nicht ganz klar. Aus diesem Grunde möchte ich hier versuchen etwas Licht in die Sache zu bringen.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit mit seinem spirituellen Körper bzw. Emotionalkörper einen Kontakt zu anderen spirituellen Mitarbeitern aufzunehmen und deren Informationen zu verstehen. Dazu ist es allerdings nötig, den materiellen Körper so weit wie möglich zu vergessen, zu betäuben ( z.B. bei operativen Eingriffen) beziehungsweise zu entspannen und "loszulassen".
Ist das einmal geschehen, kann praktisch jede Wesenheit oder Energie aus der geistigen Ebene, also auch jeder Verstorbene in eine Kommunikation mit dem Medium oder Meditation praktizierenden treten.
(Das ist übrigens auch bei "multiplen Persönlichkeiten" der Fall!) In erster Linie suchen wir aus diesem Grunde Kontakte zu Mitarbeitern auf der Astralebene, die sich zu Lebzeiten mit spirituellen Techniken beschäftigt haben und diese praktizierten. Hierbei handelt es sich fast ausnahmslos um Menschen, die eine ihrer letzten Inkarnationen in einem der "Naturvölker" verbracht haben und dort als Schamane, Heiler, Medizinmann oder Priester gelebt, ihre Riten praktiziert haben und sich auf diesem Gebiet bestens auskennen. Hier haben wir eine eindeutige Anlehnung zu Voodoo und Ifa-Religion.
Natürlich ist es naheliegend, daß wir uns ausschliesslich an Kenner der dort praktizierten magischen Arbeiten wenden und sie um ihre Mitarbeit bitten.
Zudem ist eine Verbindung zur Astralebene leicht herzustellen und grenzt schon fast an spiritistische Praktiken, die wir normalerweise ablehnen.
Beim Glasrücken bewegen diese Astralenergien oder Wesenheiten die Hände der Medien, beziehungsweise dadurch das Glas, ohne dass es überhaupt berührt wird. Daß bei unseren Arbeiten nicht nur Gläser oder Tische bewegt werden, sondern der ganze Körper eines Mediums als Werkzeug dient, kann jeder massiv fühlen und erleben, der sich bereit erklärt unseren Mitarbeitern aus der geistigen Welt seinen Körper zur Verfügung zu stellen.
Wir arbeiten in unseren Gruppen jedoch nicht in spiritistischer Weise, denn wir rufen oder beschwören während der "Naturvölkerarbeiten" nicht irgendwelche ( geistig ) Toten, sondern haben ausnahmslos mit ( geistig ) wiedergeborenen Lichtträgern zu tun, deren Aufgabe es nun ist, anderen den Weg zu weisen und sie bei ihrer geistigen Entwicklung zu unterstützen.
Sie sind praktisch unsere Vorgänger und eines Tages, wenn wir gelernt haben werden mit unserem spirituellen Körper bewußt umzugehen, werden auch wir unseren materiellen Körper bei völlig klarem Bewußtsein verlassen und ohne Unterbrechung unsere Arbeit auf der Astral-, oder Mentalebene fortsetzen oder aber wieder gezielt inkarnieren um weiter zu lernen und zu lehren.
Doch wie ein Kind, das wieder geboren wurde und nun inkarniert ist, lernen muß mit seinem fleischlichen Körper umzugehen, so müssen wir erst in unseren Geist- bzw. unserem spirituellen Körper "wiedergeboren" werden und ebenfalls wie ein Kind lernen, mit ihm umzugehen und zu wirken.
Im Evangelium des Apostels Johannes, Kapitel 3, Vers 3-14 findet sich eine Textstelle, die da heißt: "Wundere dich nicht, daß ich zu dir sage, du mußt noch einmal geboren werden. Wahrlich ich sage dir; ein Mensch kann das Reich Gottes nicht sehen, außer er wird noch einmal geboren. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: (Er kann das Reich Gottes - die spirituelle Welt - nicht sehen) Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist. Was von Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden."
Hier bezieht sich das Wort des Meisters Jesus eindeutig auf den mystischen Begriff der Wiedergeburt, auf das Wiedererwecken des geistigen Körpers, wobei uns auch die spirituellen Mitarbeiter aus den Naturvölkern unterstützen.
Diese Mitarbeiter kennen die besten Techniken, um auch ohne den Gebrauch von Drogen bei fast jedem eine Entwicklung des spirituellen Körpers und der Medialität in Gang zu setzen.
Bis heute verehren afrikanische oder indianische Stämme verschiedene "Gottheiten" und bitten diese für bestimmte Aufgaben um Hilfe.
Wir würden diese "Gottheiten" als Kräfte, Devas oder Engel bezeichnen, oder vielleicht als Heilige.
Wogegen wir die Opfergaben oder Rituale unserer schwarzen, roten, orientalischen oder asiatischen Brüder als Aberglaube abtun, ist es aus ähnlichen Gründen auch bei uns durchaus üblich vor einer Mutter Gottes Figur eine Kerze anzuzünden, oder bestimmte Heilige zu verehren und um Hilfe bei verschiedenen Problemen zu bitten. Wie selbstverständlich haftet bei vielen Autofahrern vorn im Wagen eine Medaille, die den heiligen Christophorus darstellt, den heiligen Nothelfer, aber wir sind doch nicht abergläubisch.....
Daß diese Bitten sehr oft erhört wurden und auch heute noch werden, davon zeugen abertausende von Votivtafeln, Bildern und Dankesgaben in zahlreichen Walfahrtskirchen von Madonnen und anderen Heiligen.
( z.B. Sta. Lucia, in Venedig, mit unzähligen Brillen von spontan geheilten Sehbehinderten und die Madonnenfigur im Kölner Dom trägt unschätzbare Schmuckstücke an ihren Gewändern als Dank für erfüllte Bitten. )
Vielleicht sollte ich noch einmal erwähnen, daß mein schwarzhäutiger Lehrer und Mitarbeiter U . . . . ein Häuptlingssohn und Medizinmann aus dem Stamme der Yoruba ist, beziehungsweise zu Lebzeiten war. ( Siehe: "Sprosse für Sprosse" )
Aus meiner besonderen Zuneigung zu ihm ist es naheliegend, daß wir auch weiterhin mit den Kräften zusammenarbeiten, deren er sich zu Lebzeiten bediente und diese nutzen. Das bedeutet auch, daß wir nach seiner Tradition die Orisas (gespr.: Orischaa) und Kräfte seiner "Gottheiten" um Hilfe bitten und sie auch erhalten.
Einer der wichtigsten Orisas der Yorubas ist "Shango", der Gott des Donners und der Erleuchtung, der bis heute auf Kuba, Trinidad, Südamerika und Bahia angerufen wird, um Kraft zu geben und bei verschiedenen Problemen zu helfen, die Kraft und Durchsetzungsvermögen erfordern.
Weitere Orisa sind "Kori", die Göttin der Fruchtbarkeit, "Ogun", der Gott der Metalle und des Krieges, der die Funktion hat, Klarheit zu schaffen, Willenskraft und Konzentration zu stärken und die Abgrenzungen und das Neinsagen zu lehren, "Oschun", seine Schwester, eine Frau von "Shango" und "Nana", die Großmutter der Zeit, deren Funktion es ist, im Tanz die Zeit sich aufheben zu lassen, in die Zeitlosigkeit hineinzugehen, ohne den Körper zu verlassen, - logisch, daß wir ihrer Hilfe bedürfen. Dann wäre noch "Xango", der Gott der Wandlung, zu erwähnen, dessen Motto: "Stirb, um zu leben" heißt und "Oxossi", der Jäger. Er hat die Aufgabe durch seinen wilden Tanz den Tänzer an seine Animalität, an seine Urinstinkte wieder anzuschließen.

Daß es sich in der Regel um ehemalige Priester, Priesterinnen, um Medizinmänner, Heiler und Heilerinnen handelt, ist vorher bereits erwähnt worden. Zu ihren Lebzeiten wurden diese Menschen zum Teil als "Heilige Frauen und Männer" verehrt.
Das bedeutet jedoch nicht, daß sie unfehlbar waren oder nun sind, denn sie haben nach wie vor ausgesprochen menschliche Züge, Eigenarten und Vorlieben. Selbst von Jesus wird berichtet, daß er einen seiner Jünger besonders liebhatte, es war der, der auch beim Abendessen an seiner Brust lag.( Johannes Kapitel 21, Vers 20 ) Wir wissen auch von uns bekannten Heiligen, daß sie mitunter menschlichen Schwächen unterlagen und wie jeder andere Mensch Fehler begingen. Selbst Simon Petrus, der Jünger Jesu verleugnete seinen Meister, daß der Hahn, wie vorhergesagt dreimal krähte und Franziskus von Assisi hatte zuweilen durchaus menschliche Bedürfnisse, nach deren Befriedigung er glaubte gesündigt zu haben und sich selbst zur Strafe züchtigen wollte.
Von ihm wir berichtet, daß er eines Tages der menschlichen Regung nachgab, glaubte gesündigt zu haben und sich zur Sühne in die dornigen Rosensträucher des Rosengartens stürzte.
Doch offensichtlich wurde dieses vermeintliche Vergehen von Gott nicht als Sünde angesehen, denn seit diesem Tage besitzen die Rosen im "Roseto", dem Rosengarten seiner Bruderschaft, keine Dornen mehr, was bis heute als unerklärliches Phänomen in Assisi neben der Portiuncula zu besichtigen ist.
Auch unsere Medizinmänner und -frauen zeigen während der Zusammenarbeit mit uns ein sehr menschliches Verhalten. Es heißt : "Gleiches zieht Gleiches an" und so suchen sich auch unsere spirituellen Helfer wesensverwandte Mitarbeiter unter den Medien aus, mit denen sie zusammenarbeiten möchten. Sie stellen es jedoch jedem frei, den Kontakt zwischen ihnen herzustellen oder abzulehnen.
Scheinbar verbinden sich bestimmte Lichtwesen mit Medien, die ihnen in ihrer körperlichen Konstitution ähnlich sind.
So arbeitet U. , ein schlanker Junger Mann aus unserer Gruppe mit einem ähnlich gebauten Medizinmann vom Stamme der Massai, einem Hirten- und Kriegsvolk in Ostafrika. Sie leben in der Regel als Nomaden im Süden Kenias und im Norden Tansanias, wo auch mein schwarzer Freund, nach seinen Angaben, zuletzt inkarniert war.
R. , eine kleine vollschlanke Blondine arbeitete lange mit einer Heilerin und Kräuterfrau aus dem Gebiet der Anden zusammen und auch bei ihnen war eine ähnliche körperliche Erscheinung unverkennbar.
Andererseits genießen es offenbar unauffällige, schmalbrüstige, zerbrechlich wirkende männliche Medien sich mit einem starken muskulösen und dominierenden Mitarbeiter aus der spirituellen Welt zu verbinden und so ihre Persönlichkeit nach und nach zu ergänzen. Diese Verbindungen stärken nach längerer Zusammenarbeit das Selbstbewußtsein der Medien. Gewisse Charaktereigenschaften scheinen von den Geistwesen auf ihre Medien "abzufärben", was sich auch im Alltagsleben durchaus positiv bemerkbar macht.
So ist die Zusammenarbeit mit "Oschun" und ihren Priestern und Priesterinnen überaus erstrebenswert für Frauen, die ihr Selbstbewußtsein stärken wollen, aber auch ihre weiblichen Reize besser einsetzen lernen möchten und mögliche Probleme in ihrer Sexualität auszurotten gewillt sind.
Eine gute Zusammenarbeit mit den Priestern von "Schango", dem Gott des Doners und der Kraft, ist in vielerlei Hinsicht reizvoll für Männer, denn die sexuelle Kraft nimmt danach meistens erstaunlich zu. Vor Mißbrauch sei hier allerdings gewarnt!
Erinnern wir uns daran, daß wir hier mit unserem "Emotionalkörper" arbeiten und daß die ideale Voraussetzung für eine optimale Zusammenarbeit eine wirklich innige Beziehung zwischen dem Medium und dem Lichtwesen wäre, um mit dem Körper des Mediums einwandfrei, zu beidseitiger Zufriedenheit, arbeiten zu können.
Wem sonst, als einem Menschen den wir lieben, sind wir in der Lage ein so tiefes Vertrauen entgegenzubringen, daß wir ihn sogar über unseren Körper verfügen lassen würden.
Wir sollten zu verstehen lernen, daß es sich eigentlich um Leute, wie du und ich handelt, zwar ethisch und moralisch uns weit voraus, aber trotzdem mit Sympathien für bestimmte Menschen, verschiedene Vorlieben und manchmal auch kleinen Fehlern, aber hauptsächlich mit einem tiefen Bedürfnis uns in unserer Entwicklung weiter helfen zu wollen.
Insbesondere die Schamanen der Indianer, Indios, aber auch unsere schwarzen Medizinmänner lieben den Genuß von Tabak und Drogen, wohl wissend, daß deren Wirkstoffe eine entspannende Wirkung haben und einer medialen Entwicklung förderlich sein können.
Inzwischen haben Anthropologen und Religionswissenschaftler festgestellt, daß der Gebrauch von bestimmten Pilzen und anderen pflanzlichen Substanzen schon seit Jahrtausenden zur Bewußtseinserweiterung genutzt wurden. Der mittelalterliche Gebrauch von verschiedenen Hexensalben ist allgemein bekannt. Im alten Ägypten nutzte man die LSD-ähnlichen Wirkstoffe des Mutterkorns. In Indien wählte man eine ähnliche Substanz, die als Soma, - die Nahrung der Götter -, bezeichnet wurde und bei den Jivaros, einer Nachbarkultur der Inkas praktizierten Priester die -SAUMA-Magie-, ebenfalls eine Technik, mit Hilfe von Drogen Kontakt mit den Göttern herzustellen. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für Alkohol, in kleinen Mengen genossen.
Bei den Indianern wurde Alkohol, nachdem ihn der weiße Mann eingeführt hatte, in verschiedenen Ritualen verwendet und natürlich auch mißbraucht.
Wir verwenden bei unseren Arbeiten keinerlei Drogen, doch manche unserer spirituellen Mitarbeiter äußern manchmal den Wunsch, eine Zigarre rauchen zu wollen, oder fordern manche Medien auf bei einigen Ritualen möglichst etwas Maisbier zu sich zu nehmen oder Alkohol, was bei bestimmten Arbeiten besonders förderlich sein soll.
Das ist keineswegs als heidnisch oder schwarzmagisch zu betrachten, denn auch unsere Priester nehmen während der Messe Wein zu sich, was eine magische Wirkung hervorruft.
Hier erleben wir ein Ritual, das keineswegs erst von Jesus Christus eingesetzt wurde, wie man aus den religionswissenschaftlichen Forschungen weiß.
Ein rituelles Mahl, ein gemeinsames Essen und eine gemeinsame geistige Ausrichtung sind in der Lage Verbindungen über Zeit und Raum zu schaffen. Selbstverständlich interessieren uns bei diesen Verbindungen keinerlei Hautfarben, religiösen Orientierungen oder politischen Ausrichtungen, denn letztendlich sind wir alle Kinder eines Schöpfers, die bei Bedarf das nächste Mal nicht nur den Körper und das Geschlecht, sondern auch die Hautfarbe wechseln werden um vielleicht auch zu lernen, was es heißt aus irgendwelchen Gründen diskriminiert, verfolgt oder als minderwertig verachtet zu werden.

Nachdem wir nun besser verstehen können, mit welchen Mitarbeitern wir es bei den so genannten "Naturvölkerarbeiten" zu tun haben, wollen wir uns etwas eingehender mit verschiedenen Orisas, also den Naturgottheiten oder Kräften, insbesondere der Yoruba, beschäftigen. Es gibt einige wenige Bücher über den Stamm der Yoruba's und leider keine ausführliche Dokumentation über die Rituale dieses Stammes.

Das zur Zeit einzige, praxisnahe Buch zu diesem Thema wurde von Philip J. Neimark im Scherz Verlag veröffentlicht.

Titel: "Die Kraft der Orischa"

Das ist verständlich, denn die Priester und Medizinmänner nahezu jeder Kultur hüten nicht ohne Grund strengstens das Wissen um die magischen Vorgänge und geben es in der Regel nur mündlich an ihre Nachfolger weiter vor allem, um Mißbrauch zu vermeiden. Ich will in den folgenden Ausführungen bis an die äußerste Grenze des Enthüllbaren gehen, aber behalte mir aus vorgenannten Gründen vor, wichtige Einzelheiten zu verschweigen, um die vorhandene Experimentierfreudigkeit einiger Mitarbeiter unserer Meditationsgruppen zu dämpfen.
Bei den folgenden Erläuterungen bin ich also auf einige wenige Veröffentlichungen angewiesen, aber vor allem auf Informationen unserer dunkelhäutigen Mitarbeiter.
Der König der Orischa ist OBATALA, mit dem wir sonntags zusammenarbeiten. Der Sonntag ist der Tag dieses Königs, aber wir bemühen nicht gleich Könige für unsere bescheidenen Arbeiten.
Beginnen wir an dieser Stelle mit einem der mächtigsten Orisa der Yoruba's, SHANGO, dem "Gott des Donners und der Erleuchtung". Dieses hohe Geistwesen können wir mit zu den Kräften des Erzengels MICHAEL zählen. Michael ist der Vorsteher des Elementes FEUER.
Michael war es auch, der die abtrünnigen Engel einst mit seinem Flammenschwert aus den hohen himmlischen Sphären in die Unterwelt vertrieb. Er wird als der Fürstreiter Gottes bezeichnet.
Daß hier Feuer und eine ungeheure Kraft und Macht am Werke sind, wird uns aus diesen mythologischen Berichten klar.
Ähnliche Kräfte sahen die Naturvölker in Blitzen und dem ihnen folgenden gewaltigen Donnerrollen. Jeder, der schon einmal ein starkes Gewitter unmittelbar erlebt hat, kann den Respekt nachvollziehen, den diese Kräfte auslösen können.
Es heißt, daß SHANGO einst als Krieger auf der Welt lebte. Er besaß die magische Macht den Himmel anzurufen um Feinde zu erschrecken und zu besiegen. Er kämpfte für Gerechtigkeit und Frieden und war ein strenger, weiser Herrscher. Die Legende berichtet er sei nicht gestorben, sondern durch eine Transformation des Körpers in die geistigen Sphären eingegangen, wie es auch bei Elias, Maria, der Mutter Christi und dem Lieblingsjünger Jesu, Johannes, der Fall sein soll. ( Joh. 21, Vers 22-23 )
Aus der geistigen Ebene wirken sie bis heute weiter auf die Menschheit ein und werden als "aufgestiegene Meister" bezeichnet.
Es ist naheliegend, daß die Priester und Medizinmänner der Afrikaner diesen mächtigen Orisa anriefen, wenn sie Hilfe und Kraft brauchten. Hilfe, insbesondere während langer Trockenperioden, wenn die Pflanzen, die angebaut wurden, zu vertrocknen drohten, so, daß eine Hungersnot die Folge gewesen wäre. SHANGO wurde gerufen um Regen zu machen, und innerhalb kurzer Zeit begann es in Strömen zu regnen, wie es in dem Film "Reise ins Jenseits" dokumentiert wurde. Hier handelt es sich eindeutig um eines der Fruchtbarkeitsrituale der Yoruba's. Eine Saat, die droht zu verdorren, wird wieder zum Leben erweckt und beginnt wieder weiter zu wachsen und zu gedeihen.
Natürlich rief man seine Kräfte auch an, um über Feinde zu siegen, oder lange Fußmärsche und Reisen unbeschadet zu überstehen und sein Ziel zu erreichen. SHANGO, als "Gott der Erleuchtung", verleiht auch die Kraft, die notwendig ist, um sich auf den Weg zur Erleuchtung und Wiedergeburt zu begeben und ihn trotz kommender Schwierigkeiten fortsetzen zu können.
Die Kräfte dieses Orisas verleihen auch das Durchhaltevermögen, das nötig ist, um verschiedene schwierige Aufgaben zu meistern und um positive Ergebnisse zu erzielen.
Seine Kraft gibt große Standfestigkeit bei Gerichtsprozessen und anderen Auseinandersetzungen und Streitigkeiten. Das Selbstbewußtsein wird gestärkt und selbst scheinbare Niederlagen werden in Siege umgewandelt. Der Mensch, der sich mit SHANGO's Kräften auflädt wird zum Fels in der Brandung, der unerschütterlich selbst stärksten Naturgewalten zu widerstehen in der Lage ist.

Mehr in den Bereich der Medizinmannes fiel die Aufgabe diesen Orisa zu rufen und um Hilfe zu bitten, wenn ein Fruchtbarkeitsritual durchgeführt wurde. Das geschah in der Regel bei einem Paar, das länger als üblich kinderlos blieb, denn ein reicher Kindersegen war früher und ist auch heute noch bei vielen Naturvölkern eine übliche und sinnvolle Altersfürsorge. Man kann sagen, daß die herbeigerufenen Kräfte von SHANGO bei Männern als ein hervorragendes Potenzmittel wirken, vorausgesetzt, daß man die Energien auch wirklich in den Körper einfließen und dann ungebremst wirken läßt.
Besonders prädestiniert für magische Arbeiten, die bei Potenzproblemen hervorragend wirken, ist die Anrufung von ESCHU. Allerdings heißt es in Philip J. Neimarks Buch: "Eschu ist kein Spielzeug und kein Spiel. Er ist eine reale und mächtige Energiequelle. Geben sie acht, worum sie bitten."
Auf vielen Umwegen ist eine wahrscheinlich echte ESCHU-Figur in den Besitz unserer Gruppe gekommen, aber auch ohne Bildnis von ESCHU oder SHANGO wirken diese Kräfte explosiv, was Erfahrung inzwischen bestätigt hat. Erfahrene Medien aus unserer Gruppe, die mit den Energien von SHANGO oder ESCHU vertraut sind, konnten noch Tage nach einer "Übernahme" durch einen Priester von Shango im Fitnesstudio wesentlich schwerere Gewichte heben als vorher und die sexuelle Kraft nimmt meistens erstaunlich zu.
Der unkontrollierte Umgang mit diesen Energien, vor allem ohne vorherige Reinigung des Ritualteilnehmers, kann zu Aggressivitätsausbrüchen, zu gewalttätigen sexuellen Exzessen und Handlungen führen, bis hin zur Vergewaltigung, denn auch diese Kräfte verhalten sich völlig neutral in ihrer Anwendbarkeit, wie alle spirituellen Energien.
All diese Kräfte sind positiv, aber auch negativ nutzbar und ein Mensch, der sich ihrer bedient, trägt allein die karmische Verantwortung für deren Gebrauch.
Natürlich werden magische Arbeiten mit den speziellen Energien von ESCHU nur unter Männern ausgeführt, wogegen spezielle Rituale mit der Kraft von KORI und OSCHUN nur in Frauenkreisen praktiziert werden.
Um Fruchtbarkeit in materieller Ebene zu erreichen, bedarf es nicht nur der Wärme, also des Feuers und der Kraft, sondern auch des weiblichen Elementes, das durch die Göttin der Fruchtbarkeit KORI oder OSCHUN angerufen wurde.
Auch "Mutter Erde" kann nur eine Saat aufgehen lassen, wenn sie von der Sonne gewärmt wird und das zum Keimen und Wachsen nötige Wasser zur Verfügung steht. Das männliche Element wird durch das Feuer dargestellt, das weibliche durch Wasser.
Die göttliche Kraft, die als KORI bezeichnet wird, steht in Verbindung mit den vielen schwarzen Madonnen, die an verschiedenen Wallfahrtsorten verehrt und um Hilfe gebeten werden.
Die bekanntesten dieser Madonnen sind die schwarze Madonna in Chartres, die aus schwarzem Ebenholz geschnitzt ist und sich in der unterirdischen Gruft der Kathedrale befindet. Auf dem Sockel der Figur war "Virgini Paritures" zu lesen,- "Die Jungfrau, die gebären wird". In dieser Gruft befindet sich auch eine geweihte Heilquelle.
In den katalonischen Pyrenäen, in Montserrat, steht eine ähnliche Statue, die "Moreneta". Montserrat ist ein Anziehungspunkt vieler Jungvermählter, denn die dortige Madonna wacht über Ehe, Sexualität und Fruchtbarkeit. Von dieser Madonna wird gesagt, sie habe schon vielen kinderlosen Frauen bei Unfruchtbarkeit geholfen.
Mallorca's Schutzpatronin ist die "Moreneta", ebenfalls eine schwarze Madonna, die sich in der Klosterkirche von Lluc befindet und die gleichen Funktionen ausübt, wie unzählige andere schwarze Frauenstatuen mit einem Kind auf dem Arm.
Im süditalienischen Crotone befindet sich ebenfalls ein Anziehungspunkt vieler Pilger, denn auch hier gibt es eine der schwarzen Madonnen, so wie im schweizerischen Einsiedeln, Florenz, Venedig, Rom, Tindari usw. Alle diese Madonnen sind aus schwarzem Holz geschnitzt und verfügen über wundersame Heilkräfte, vor allem aber sollen sie bei Unfruchtbarkeit helfen.
Doch, wie bei allen spirituellen Kräften, ist auch hier nicht nur Fruchtbarkeit im Sinne von Vermehrung und Kindersegen gemeint. Zunächst einmal ist Fruchtbarkeit und Gedeihen auf geistiger Ebene gemeint. Das bedeutet für praktische magische Arbeiten, daß die Kräfte von KORI genutzt werden können, um jede Art von Wachstum und Entwicklung zu beschleunigen, Ideen und Wünsche dessen zu verwirklichen, der es versteht, sich mit ihren Energien aufzuladen und sie durch sich wirken zu lassen. Doch, wie jeder Same seine Zeit braucht um aufzugehen und zu wachsen, so bedarf es auch hier wiederholter magischer Arbeiten und Anziehungen der Kräfte von KORI.

OGUN's Kräfte angerufen befähigen ein Medium seinen Willen in die Tat umzusetzen, somit seinen Weg weiterzugehen und seine Ziele zu erreichen. OGUN lehrt uns den Willen in die richtige Richtung einzusetzen und hart wie Stahl in dem Bestreben zu bleiben seine Aufgaben zu meistern. Er gibt uns die Fähigkeit, Richtiges vom Falschen zu unterscheiden und zu erkennen. Mit Hilfe seiner Energien korrigiert er falsches Denken, verleiht Weisheit und ist in der Lage dem Priester tiefe Geheimnisse zu offenbaren. Die Yoruba's riefen ihn an, um gerechte Entscheidungen bei Rechtsstreitigkeiten zu treffen und überließen ihm die Aufgabe meineidige Menschen zu zerstören und Lügen gerecht zu bestrafen. Dagegen belohnt er ehrliche Bemühungen in positiver Richtung zu arbeiten mit seiner vielseitigen Hilfe. Man könnte OGUN als Hüter der karmischen Gerechtigkeit bezeichnen.
Erinnern wir uns der geistigen Gesetze: "Was du aussendest kehrt zu dir zurück", oder unseres Sprichwortes: "Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein".
Vielleicht sollte ich hier noch einmal auf die Gefahren Hinweisen, die mit unseren "Arbeiten" verbunden sind für die Menschen, die nur halbherzig mitarbeiten, oder aus egoistischen oder materiellen Gründen vorgeben an einer spirituellen Entwicklung teilnehmen zu wollen.

Ein richtiges Mitarbeiten mit diesen Kräften, macht sich also wirklich bezahlt.
Doch ist das nicht jedermanns Sache. Eine ordentliche Portion an Ekstasefähigkeit ist hier unabkömmlich.
Ein wörtlich zu nehmendes "Sich-gehen-lassen-können", "Aus-sich-herausgehen", bzw. -tanzen oder "Außer-sich-sein"-können ist die Voraussetzung für diese Arbeiten, bei denen es sehr wild zugehen kann, bis wirklich ein Geistwesen den Körper des Mediums übernehmen kann.
Kein Geistwesen kann in den Körper eines Mediums eitreten, wenn das Medium, bzw. der Eigentümer des Körpers diesen nicht wenigstens teilweise verläßt oder freigibt.
Mitunter geht es bei dieser Technik bis an die Grenzen einer körperlichen Erschöpfung und der Schweiß beginnt in Strömen zu fließen.
Das ist natürlich nichts für Damen, die befürchten, daß ihr Make-up verschmieren könnte, die Frisur beschädigt wird, oder jemand daran Anstoß nehmen könnte, wenn der Busen zu wogen beginnt und schon gar nichts, für Herren, die es im Laufe ihres mehr oder weniger langen Lebens mühsam erlernt haben Haltung zu bewahren und alles nur erdenkliche, "im Griff" zu haben.
Das interessiert in Afrika natürlich niemanden.
Zugegeben; diese Technik kann zuweilen albern wirken, aber der Zweck sollte die Mittel heiligen, zumal es das einfachste Verfahren ist, eine Trance hervorzurufen.

Ist einmal die Verbindung zwischen dem Medium und dem Geistwesen hergestelt, kann dann die eigentliche Kommunikation stattfinden. Die Wesenheit ist in der Lage, die Sprechwerkzeuge des Mediums zu benutzen und kann Fragen beantworten, die ihr gestellt werden, oder führt z.B. Heilungsrituale und Behandlungen aus.
Eine Menge von homöopathischen Rezepten für verschiedene Leiden, in der Art, wie die Heiltees des Tiroler Arztes, Dr. med. Leonhard Hochenegg, wurden schon "durchgegeben" und verblüffende Heilerfolge durch Chirothesie dieser so besetzten Medien, sind keine Seltenheit.

Die, bei dieser Tanz-Technik freigesetzten Energien können auch direkt für Energiebestrahlungen genutzt werden, oder für Fernheilungen.
Das alles geschieht, während sich das Medium im Theta-Delta-Wellenbbereich befindet.
Und daß tatsächlich Fernwirkungen ausgelöst werden ist inzwischen mit technischen Hilfsmitteln nachweisbar.
In einer Sendung der Reihe "Talk X" im Frühjahr 1997 demonstrierte der russischer Geistheiler Allan Tschumarek dieses Experiment recht anschaulich.

Siehe Video TALK - X 2 aus unserer Videothek!